5 Gründe, warum deine Wohnung nicht ordentlich ist
- Andrea Auer

- 4. März
- 2 Min. Lesezeit
... und warum das völlig logisch ist
Hand aufs Herz: Deine Wohnung könnte ordentlicher sein. Sie war es auch schon mal. Kurz. Sehr kurz. Und dann kam das Leben dazwischen.
Keine Sorge – du bist nicht allein. Hier kommen fünf absolut legitime, leicht ironische und erschreckend wahre Gründe, warum Ordnung bei dir eher ein Gast als ein Dauermieter ist.

1. „Ich lege das einstweilen mal dahin.“
Der wohl gefährlichste Satz im gesamten Haushalt. „Einstweilen“ klingt so harmlos. Vorübergehend. Kurzfristig. Praktisch. In Wahrheit bedeutet es: Bis zum nächsten Umzug.
Aus „ich lege das mal kurz hier ab“ wird schnell ein neuer Einrichtungsgegenstand.
Der Stapel auf dem Stuhl? Kunstinstallation.
Die Ablage auf der Kommode? Archiv für Dinge, die man „gleich noch braucht“.
Spoiler: Braucht man nie. Oder erst in fünf Jahren.
2. Die Dinge haben keinen festen Platz
Deine Sachen sind heimatlos. Der Locher wohnt mal im Büro, mal in der Küchenschublade und gelegentlich im Badezimmer (frag nicht). Schlüssel gehen auf Weltreise, Ladegeräte führen ein Nomadenleben.
Ohne festen Platz gilt die wichtigste Regel der Unordnung: Was keinen Platz hat, bleibt liegen. Oder verschwindet. Spontan. Für immer.
3. Es fehlen bei Bedarf Beschriftungen
Beschriftungen sind wie Verkehrsschilder für dein Zuhause. Ohne sie herrscht Chaos.
„Wo gehört das hin?“
„In diese Box.“
„Welche?“
„Na, die Box.“
Aha. Sehr klar.
Ohne Beschriftungen wird jede Aufräumaktion zum Ratespiel mit anschließendem Frust. Und wenn man raten muss, legt man es… genau… einstweilen mal dahin.

4. Deine Familienmitglieder boykottieren deine Ordnung
Du räumst auf. Sie räumen um.
Kaum ist die Küche ordentlich, tauchen Brotdosen an Orten auf, an denen sie biologisch nicht überleben können. Getragene Kleidung liegt neben dem Wäschekorb – ein Klassiker. Und Kinder besitzen die unglaubliche Fähigkeit, innerhalb von fünf Minuten mehr Chaos zu produzieren als ein Tornado mit ADHS. Ordnung ist Teamarbeit. Leider spielt dein Team gegen dich.
5. Du hast zu viele Dinge – und kannst dich schwer trennen
„Das kann man noch gebrauchen.“
„Das war teuer.“
„Das hat Erinnerungswert.“
„Vielleicht brauch ich das noch.“
Willkommen im emotionalen Möbellager.
Zu viele Dinge bedeuten zu wenig Platz. Und je voller die Wohnung, desto schneller sieht sie unordentlich aus – selbst wenn du dir Mühe gibst. Ordnung braucht Luft zum Atmen. Deine Dinge hingegen klammern.
Fazit
Deine Wohnung ist nicht unordentlich, weil du faul bist.
Sondern weil:
„einstweilen“ ein gefährliches Wort ist,
Dinge Orientierung brauchen,
Beschriftungen unterschätzt werden,
Mitbewohner saboteurisches Talent haben
und Loslassen manchmal verdammt schwer ist.
Die gute Nachricht: Ordnung ist lernbar.
Die bessere Nachricht: Du musst das nicht alleine schaffen. 😉
Und jetzt entschuldige mich bitte – ich lege diesen Artikel einstweilen mal hier ab.
Andrea Auer

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