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So helfen dir Ordnungs-Routinen im Alltag

  • Autorenbild: Marga Hermans
    Marga Hermans
  • 4. Dez.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Dez.

Mehr Struktur, weniger Stress


Die meisten Handlungen im Alltag sind keine bewussten Entscheidungen, sondern Routinen. Dabei handelt es sich um Fähigkeiten, die wir uns angeeignet haben, indem wir sie über einen längeren Zeitraum hinweg immer wiederholt haben. Dadurch laufen sie irgendwann sicher und ganz automatisch ab.


Denk nur an Dinge wie: nach dem Aufstehen frühstücken, vor dem Schlafengehen Zähne putzen, am Dienstag zum Sport gehen, am Freitag staubsaugen oder am Samstag einkaufen.


Etwa 65 % unserer alltäglichen Handlungen passieren ganz routinemäßig. Zu den häufigsten Routinen gehören Aufräum- und Reinigungsabläufe wie Haushalt, Putzen und Aufräumen. Ebenso wichtig sind Koch- und Essensroutinen – Frühstück, Mittag- und Abendessen zu bestimmten Zeiten. Auch Self-Care- und Hygieneroutinen sind ein fixer Bestandteil unseres Alltags: sich regelmäßig bewegen, gesund essen oder auf persönliche Hygiene achten. Und nicht zu vergessen: Tagesrhythmus- und Schlafroutinen.

Routinen geben Struktur, Sicherheit und ein gutes Gefühl von Orientierung.


Und trotzdem gibt es Routinen, die noch nicht im Alltag etabliert sind, die aber einen echten Unterschied machen können. Genau darum geht es in diesem Blogartikel: neue Ideen – kleine Abläufe, die den Tag entspannter und gelassener gestalten.


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Das Entstehen einer Routine


Routinen entstehen nicht von heute auf morgen. Oft hört man, dass man eine Handlung 30 Tage lang wiederholen soll, damit sie zur Gewohnheit wird, und dass 90 Tage reichen, um daraus einen neuen Lebensstil zu formen. Diese Zeiträume können motivierend sein, haben aber keinen wissenschaftlichen Ursprung.


Die Forschung zeichnet ein differenzierteres Bild: In einer vielzitierten Studie des University College London entwickelten Teilnehmende im Durchschnitt nach etwa 66 Tagen eine neue Gewohnheit. Je nach Person und Handlung reichte die Spanne jedoch von 18 bis 254 Tagen. Einfachere Routinen – wie ein tägliches Glas Wasser – verankern sich schneller, während komplexere Verhaltensweisen deutlich länger brauchen dürfen.


Entscheidend ist also weniger die genaue Anzahl der Tage, sondern Regelmäßigkeit, Wiederholung und ein realistisches Tempo. Routinen entstehen durch Dranbleiben – nicht durch Perfektion.


Struktur in den Alltag


Mit ein wenig Zeitinvestition kannst du viel Struktur in deinen Alltag bringen. Wird eine Handlung erst einmal zur Gewohnheit, musst du nicht mehr überlegen – du tust sie einfach automatisch. Vorbereitungen und klare Abläufe erleichtern dir das Leben, schenken dir mehr Zeit für dich und sorgen für ein ausgeglicheneres Gefühl.

Probier es doch mal mit folgenden Vorschlägen:


Nach dem Aufstehen

Zimmer lüften und das Bett machen. So hast du direkt zu Tagesbeginn eine Aufgabe abgehakt und am Abend wartet ein frisches, schön gemachtes Bett auf dich.


Beim Frühstück

Kurz die heutige Agenda durchgehen. So hast du deine Termine im Blick, kannst rechtzeitig vorbereiten und weißt, ob du abends zu Hause bist oder nicht.


Nach dem Heimkommen

Taschen ausräumen und wegräumen: Arbeitstasche, Sporttasche oder Schultasche. Die Lunchbox kommt sofort in die Spülmaschine, die Sportwäsche in den Wäschekorb – und die Tasche ist bereit für den nächsten Einsatz.


Lebensmittel

Sobald etwas leer wird, das du immer auf Vorrat hast, sofort auf die Einkaufsliste schreiben! So sparst du dir späteren Aufwand. Tipp: eine digitale Liste, auf die alle im Haushalt Zugriff haben (z.B. Bring).


Im Bad

Jeden Tag ein paar Minuten extra einplanen. Nach dem Duschen die Wände und die Tür abziehen und die Armaturen abwischen. Nach dem Zähneputzen kurz das Waschbecken ausreiben. So verhinderst du Kalkflecken. Am besten mit einem Tuch, das du nur für diesen Zweck immer griffbereit hast.


Die tägliche 10-Minuten-Runde

Zu einem festen Zeitpunkt, z.B. nach dem Essen oder vor dem Fernsehabend, einmal durch die Wohnung gehen und alles an seinen Platz räumen. Das macht abends richtig frei im Kopf. Klingt aufwändig, aber wenn es täglich zur Routine wird, ist auch diese Aufgabe in einem Handumdrehen erledigt.


Vor dem Schlafengehen

Das letzte Geschirr wegräumen und das Frühstück vorbereiten. So startest du am nächsten Morgen gleich ruhiger und strukturierter in den Tag.


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Ein bisschen Hilfe bei Routinen


Es dauert zwar etwas, bis neue Routinen wirklich sitzen – aber sobald du sie verinnerlicht hast, fühlen sie sich genauso selbstverständlich an wie Zähneputzen oder Händewaschen. Jeder Tagesablauf sieht anders aus, und es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Wichtig ist allein, dass deine Routinen zu deinem Leben passen und dir den Alltag erleichtern.


Auch KI-Tools können dich dabei gut unterstützen. Apps wie CoPilot oder ChatGPT helfen dir, deinen Tag zu planen, Ziele festzuhalten und deine Fortschritte im Blick zu behalten. Bekannte Apps wie Duolingo (für Sprachen), Calm (für Meditation) oder MyFitnessPal (für Ernährung) arbeiten mit KI, um Inhalte individuell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.


ChatGPT kann zusätzlich helfen, vage Vorsätze in konkrete Schritte zu verwandeln, Tagespläne oder Checklisten zu erstellen und motivierende Tipps zu geben, wenn etwas mal nicht klappt.


So wird Technik zu einem echten Alltagsbuddy – motivierend, unkompliziert und angenehm auf dich abgestimmt.


Zum Schluss


Am Ende sind Routinen nichts anderes als kleine Anker im Alltag. Sie geben Halt, schaffen Struktur und schenken dir das Gefühl, dein Leben bewusst zu gestalten. Nimm dir die Freiheit, Schritt für Schritt auszuprobieren, was für dich funktioniert, und feiere jede noch so kleine Veränderung. Mit der Zeit entsteht daraus ein Tagesablauf, der nicht nur funktioniert, sondern sich auch gut anfühlt. Und genau das ist es, worauf es ankommt.


Welche Routinen begleiten dich schon länger und welche würdest du gerne ausprobieren oder vielleicht sogar gleich umsetzen?


Lass dich inspirieren: Auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram findest du noch mehr praktische Tipps und Ideen für jeden Bereich deines Alltags. Oder stöbere durch unsere bisherigen Blogartikel, vielleicht entdeckst du genau die Routine, die dein Leben noch ein bisschen einfacher und schöner macht!



Marga Hermans

 
 
 

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