Wohnen, Arbeiten, Spielen: So trennst du’s klar
- Olivia Reinmüller

- vor 9 Minuten
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Das Wohnzimmer ist heute oft mehr als ein gemütlicher Ort zum Entspannen. Es ist Homeoffice, Spielzimmer, Treffpunkt und manchmal sogar Lagerfläche. Damit es trotzdem ein Raum bleibt, in dem du dich wohlfühlst, braucht es vor allem eines: klare Bereiche und eine einfache Struktur, die wirklich im Alltag funktioniert.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Wohnzimmer so organisierst, dass Wohnen, Arbeiten und Spielen nebeneinander bestehen können — ohne dass Chaos entsteht.

Teil 1: Ein Konzept erstellen – klare Bereiche im Wohnzimmer festlegen
Bevor du etwas ausmistest oder Möbel verrückst, kommt der wichtigste Schritt: ein Konzept. Überlege dir ganz bewusst, welche Funktionen dein Wohnzimmer haben soll.
Beispiel:
Wohnen/Entspannen
Arbeiten
Spielen
Klare Teile im Raum definieren
Schau dir dein Wohnzimmer an wie eine leere Fläche. Wo ist Licht? Wo ist Ruhe? Wo ist Platz für Bewegung?
Verteile dann die Funktionen im Raum logisch:
Arbeiten eher in einer ruhigen Ecke ohne großen Durchgangsverkehr
Spielbereich dort, wo Kinder gut hinkommen und du eine kleine „Unordnung“ leichter tolerieren kannst
Wohnbereich dort, wo Sofa und Entspannung ihren Platz haben
Durch diese Zonen weiß jeder sofort, wo etwas hingehört – und was dort nichts verloren hat.
Möbel sinnvoll zuweisen
Jetzt ordnest du Möbel den Bereichen zu.
Beispiele:
Ein kleiner Tisch + Stuhl für das Homeoffice (statt alles am Esstisch zu verteilen)
Niedrige Kisten oder Regale für Spielzeug im Kinderbereich
Ein Sideboard für Wohnen: Bücher, Kerzen, Fernbedienung, etc.
Die Möbel definieren automatisch die Funktion der Zone. So entsteht Struktur, die sich im Alltag ganz von selbst hält.

Teil 2: Inhalte aussortieren – was passt wohin?
Wenn die Zonen stehen, geht es an den Inhalt. Dabei schaust du nicht einfach nur, was bleiben darf, sondern wo etwas hingehört. Alles, was nicht in die neue Zone passt, bekommt einen anderen Platz.
Beispiel:
Unterlagen im Wohnbereich? → kommen ins Büro oder in die Bürozone
Spielzeug überall verteilt? → wandert in die Spielecke
Dekoration, die keinen Bezug zur Wohnzone hat? → entweder woanders oder weg damit
Dieser Schritt ist entscheidend, denn er trennt klar zwischen Wohnen, Arbeiten und Spielen.
Was gar nicht ins Wohnzimmer gehört, zieht aus
Viele Wohnzimmer platzen deshalb aus allen Nähten, weil sie Dinge beherbergen, die eigentlich in andere Räume gehören:
Sportgeräte
Putzmittel
Werkzeug
Küchenvorräte
Frage dich: „Brauche ich dieses Ding wirklich hier?“ Wenn nicht → raus damit zu einem logischeren Ort in der Wohnung.

Teil 3: Feinkategorisierung – Ordnung, die sich von selbst hält
Nachdem du grob sortiert hast, wird es jetzt genauer. Jede Zone wird in kleine, klare
Kategorien aufgeteilt. So entsteht Alltagstauglichkeit.
Büroartikel sortieren
Ordne deine Arbeitsmaterialien in sinnvolle Gruppen:
Stifte
Blätter, Notizbücher
Ordner, Dokumente
Technik: Kabel, Kopfhörer, Ladegeräte
Nimm jede Kategorie einmal komplett durch, miste Überflüssiges aus und lagere sie kompakt in deiner Bürozone.
Spiele sortieren
Der Spielbereich bleibt nur dann überschaubar, wenn du die Inhalte trennst:
Brettspiele für die ganze Familie
Kleinkind-Spiele
Konsolen & Zubehör
Auch hier gilt: nur das, was wirklich regelmäßig genutzt wird, darf bleiben. Alles andere darf weiterziehen.
Weitere Kategorien im Wohnzimmer
Typische Kategorien sind:
Bücher
CD/DVD
Hobby-Materialien
Zeitschriften
Dekoartikel
Gehe jede Kategorie einzeln durch, entscheide bewusst, was bleiben darf, und gib jedem Stapel einen festen Platz. Mit klaren Kategorien verhinderst du, dass sich Dinge wieder wild im Raum verteilen.

Fazit: Klare Trennung – weniger Chaos
Wenn du dein Wohnzimmer bewusst in Zonen gliederst, Inhalte konsequent zuordnest und am Ende fein sortierst, entsteht ein Raum, der mehrere Funktionen vereinen kann, ohne ständig chaotisch zu wirken.
Wohnen, Arbeiten und Spielen funktionieren dann nebeneinander – und zwar so, dass du dich wirklich wohlfühlst.
Olivia Reinmüller

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